Das Wichtigste 2018

Zahlen sind sehr gut

Primarschule in Kankalsi
Primarschule in Kankalsi

Mitgliederzahlen 

Aktuell engagieren sich 278 Mitglieder in unserem Förderverein; Ende 2018 waren es 276 und im Vorjahr 277 Mitglieder.

 

Einnahmen

Mit 100.953 Euro konnten wir einen weiteren Anstieg des Beitrags-, Aktions- und Spendenaufkommens verzeichnen (Vorjahr: 89.305 Euro). Die größte Einzelspende betrug 10.000 Euro. Zusammen mit den Erlösen aus der Mango-Aktion, dem Weihnachtsmarkt und Batik-Karten-Verkauf belaufen sich die Einnahmen auf 112.927 Euro. Damit haben wir es erstmals geschafft, in einem „normalen“ Jahr (also ohne eine Sonder-Spendenaktion, wie es 2014 beim Umsturz des Wasserhochbehälters der Fall war) die Einhundert-Tausend-Euro-Marke zu knacken. Wir bedanken uns herzlich bei allen Spendern/-innen und Helfern/-innen!

 

Zum 31.12.2018 betrug der Kassenstand 54.655 Euro (Vorjahr: 58.347 Euro). 

Einsatz der Gelder

Sekundarschule CEG Botou
Sekundarschule CEG Botou

Einsatz der Gelder 

Alle für das Jahr 2018 geplanten Maßnahmen konnten umgesetzt werden. Die hohe Spendenbereitschaft und der damit einhergehende gute Kassenstand ermöglichen es uns, auch weiterhin den Menschen in Piéla und Bilanga zu helfen. Wie im vergangenen Jahr sollen 2019 erneut kleine Projekte, wie z. B. Gartenbau, Hammelaufzucht und Imkerei mit insgesamt 20.000 Euro gefördert werden.

 

Das laufende BMZ-Schulprojekt in Botou (CEG) und Kankalsi (Primarschule) soll dieses Jahr abgeschlossen werden. Für Maßnahmen der Protestantischen Kirche im Lycée Bethlehem ist eine Unterstützung von 30.000 Euro vorgesehen, mit der zahlreichen Wünschen entsprochen werden soll, wie z. B. dem Stromanschluss, einer Kantine und weiteren Schulmöbeln.

Und nicht zu vergessen: unser Anteil am neuen BMZ-Schulprojekt mit ca. 16.000 Euro.

 

Aktionen

Weihnachtsmarkt Ochsenhausen - Glühweinstand
Weihnachtsmarkt Ochsenhausen - Glühweinstand

Mango-Aktion

Über 8.000 Mangos konnten Anfang Mai 2018 verkauft werden; der Reinerlös betrug rund 8.600 Euro. Auch wenn diese Aktion viel Einsatz und einiges an Nerven kostet, wollen wir wegen der guten Öffentlichkeitswirkung auch in diesem Jahr wieder Mangos anbieten. 

 

Weihnachtsmarkt

Schon jahrzehntelang sind wir auf dem Ochsenhausener Weihnachtsmarkt mit handgebundenen Adventskränzen und Waldsträußen anzutreffen. Im vergangenen Jahr konnte unsere „verjüngte" Standbesetzung neues Publikum anlocken; bis Mittag waren alle einhundert handgefertigten Advents-Kränze verkauft und abends waren auch alle Sträuße weg. Über 3.500 Euro brachte und der gesamte Weihnachtsmarkt ein. 

Rückblick

Dankeschön-Fest in Oberstetten
Dankeschön-Fest in Oberstetten

 

Dankeschön-Fest.

Im Herbst haben wir für unsere Helfer/innen, die uns so tatkräftig bei den Mango-Aktionen und Weihnachtsmärkten unterstützen, zu einem Dankeschön-Fest mit Besuch ins Sägemuseum nach Oberstetten eingeladen. Es war nach Ansicht aller ein gelungenes Fest, das wir regelmäßig wiederholen wollen. 

 

 

Klausurtagung

 

Auf der Klausurtagung im Juli sprachen sich alle Vorstandsmitglieder dafür aus, sich auch weiterhin im Verein engagieren zu wollen, dessen Laufzeit über 2020 hinaus verlängert werden soll. Bei der anstehenden Mitgliederversammlung soll die entsprechende Änderung der Satzung beschlossen werden. 

Todestag.

Am 27. Februar jährte sich der Tod von Erich Reck, dem Initiator und langjährigen Vorstandsvorsitzenden unseres Fördervereins. Seine Verdienste rund um die Entwicklungsarbeit in Burkina Faso und den Aufbau des Vereins würdigten wir im letzten Rundbrief. In Piela gab es eine "Soirée mémoire", bei dem Erwin Wiest Bilder von drei Jahrzehnten zeigte.

Besuch in Oberschwaben

Gespräch mit Bürgermeister Leonhard Heine, Steinhausen (li.) und Bürgermeister Andreas Denzel, Ochsenhausen (re.)
Gespräch mit Bürgermeister Leonhard Heine, Steinhausen (li.) und Bürgermeister Andreas Denzel, Ochsenhausen (re.)

 

Im April besuchten uns Josué Ouoba, Koordinator der APB, und seine Frau Aline. Im Zuge ihres Treffens mit einer Partnerorganisation im bretonischen Liffré (Frankreich), nutzten Josué und Aline die Gelegenheit, auch nach Ochsenhausen und Untergruppenbach zu reisen. Bei einem Informationsabend in Rottum gab es viele interessante Gespräche und neue Einsichten. Ein Gespräch mit den den Bürgermeistern von Steinhausen und Ochsenhausen, Leonhard Heine und Andreas Denzel im Rathaus in Ochsenhausen war ein wichtiger Programm-Punkt. Das Pressegespräch bei der Schwäbischen Zeitung bescherte uns einen beachtenswerten Artikel in der Lokalpresse.

 

Projekte in Piela und Bilanga

Dankeschön-Fest in Oberstetten
Eröffnungsfeier des CEG in Botou

Schulprojekt PE 6: Sekundarschule CEG Botou (Bilanga) und Primarschule Kankalsi (Piéla).

Das aktuelle «Projet Educatif» (Schulprojekt) läuft gut: Der Kostenrahmen von ca. 200.000 Euro wurde sehr gut eingehalten, die vorgesehene Reserveposition nicht benötigt. So konnten stattdessen weitere Schulbänke angeschafft und Bäume rund um die Schulen gepflanzt werden. Die Qualität der Bauten ist gut, in Kankalsi sogar sehr gut. Anlässlich unseres Besuchs im vergangenen Februar fand die offizielle Einweihung des CEG Botou unter großer Teilnahme der Bevölkerung statt – sogar das burkinische Fernsehen berichtete. In Kankalsi hatte bereits im November ein Einweihungsfest stattgefunden. Ca. 250 Kinder können nun in Botou in schönen Räumen unterrichtet werden, während es in Kankalsi derzeit 75 Zweitklässler sind. Im September kommen Erstklässler hinzu. Zwei momentan noch nicht gebrauchte Klassenräume sind an das naheliegende, in der Errichtung befindliche CEG vermietet. 

Neues Schulprojekt - Zwei CEG

Das ist ein Klassenzimmer des CEG Tobou - es soll durch feste Bauten ersetzt werden
Das ist ein Klassenzimmer des CEG Tobou - es soll durch feste Bauten ersetzt werden

BMZ-Schulprojekt PE 7: Sekundarschulen CEG Piéla und CEG Tobou.

Das neue BMZ-Projekt mit der Laufzeit Ende 2019 bis 2021 ist im Werden. Das CEG Piéla soll sechs zusätzliche Klassenräume erhalten, in Tobou sollen es vier Klassen sein, damit die Schüler/innen dort nicht mehr in notdürftigen Hangars unterrichtet werden müssen. Zur Grundausstattung der von uns geförderten Schulen gehören ein Tiefbrunnen, Solarlicht, Schulbänke, separate Latrinen für Mädchen, Jungen und Lehrer* und ein Gebäude für die Administration. Darüber hinaus werden im Rahmen des sogenannten “Capacity Developments” Schulungen und Ausbildungen in Didaktik, Instandhaltung von Schulen und Brunnen, Hygiene, Bevölkerungsentwicklung und Geburtenkontrolle sowie für die Sensibilisierung gegen Genitalverstümmelung bei Mädchen finanziert und organisiert.

Das neue Wohngebäude für zwei Lehrerinnen/Lehrer
Das neue Wohngebäude für zwei Lehrerinnen/Lehrer

Mädchenschule - Centre de jeunes filles

 

Die Mädchenschule in Lansoanguinan nahe Piéla, die inzwischen von über einhundert Schülerinnen besucht wird, erhielt ein weiteres Werkstattgebäude und eine Wohnung für zwei Lehrer*. Die Direktorenwohnung wurde saniert. Die Verantwortlichen vor Ort sähen gerne eine Weiterentwicklung zu einem „frauenberuflichen Gymnasium“. So charmant diese Vorstellung auch ist, überschreitet sie doch die finanziellen Möglichkeiten des Fördervereins bei weitem.

Kartoffel-Feld
Kartoffel-Feld

Mikroprojekte.

Weitere elf kleine Projekte erhielten eine Förderung von insgesamt 20.000 Euro, darunter Kartoffelanbau, Beseitigung von Plastikmüll rund um Piéla («Piéla propre»), Verwaltung von Getreidelagern, Hammelaufzucht, Grundausstattung für Imker, Aufklärungsarbeit gegen Genitalverstümmelung, Früh- und Zwangsverheiratung und einige mehr. Derartige Mikroprojekte sind sehr erfolgreich und ihre Förderung sehr begehrt: Über fünfzig Anträge wurden eingereicht; die Entscheidung durch die Auswahl-Kommission unseres burkinischen Partners APB fiel nicht leicht. In diesem Jahr wollen wir erneut 20.000 Euro zur Verfügung stellen. Und es soll ein „Mikroprojekt des Jahres“ gekürt werden.

Die Schülerinnen und Schüler freuen sich über ihre neuen Bücher
Die Schülerinnen und Schüler freuen sich über ihre neuen Bücher

Geldspende für Schulbücher.

Üblicherweise gibt es an den Schulen in Burkina Faso so gut wie keine Schulbücher. Mit Hilfe unserer Geldspende in Höhe von je 2.000 Euro, die wir während unseres Besuchs im Februar überreichten, sollen verschiedene Lehrbücher, insbesondere für Deutsch als Fremdsprache, an den Oberschulen in Piéla und Bilanga, der Privaten Primarschule und der Mädchenschule angeschafft werden.

Sicherheitslage

Im Würgegriff des Terrors - die "rote" Zone dehnt sich aus
Im Würgegriff des Terrors - die "rote" Zone dehnt sich aus - Auch Piela und Bilanga liegen in der Zwischenzeit in der "roten" Zone, die gemieden werden soll

Sicherheitslage.

 

Die Sicherheitslage in Burkina Faso hat sich weiter verschlechtert: Fast täglich gibt es blutige Überfälle auf das Militär, auf Polizei- und Zollstationen, Bürgermeisterämter und andere staatliche Einrichtungen. Lehrer werden unter Androhung von Gewalt gezwungen, in arabischer Sprache den Koran zu unterrichten; über eintausend Schulen wurden bereits geschlossen. Die Überfälle finden vor allem im Norden des Landes, im sogenannten Sahel-Gebiet statt; jedoch auch im Osten, an der Grenze zum Niger, gab es mehrere blutige Vorkommnisse. In 13 von 30 Regionen hat die Regierung den Ausnahmezustand verhängt, unter anderem in der Region «Est» (Osten), zu der die Kommunen Piéla und Bilanga gehören. Noch ist es dort ruhig. Doch die unsichere Lage belastet das Land. Private Geldgeber und Helfer haben sich bereits teilweise zurückgezogen; es gibt noch weniger Arbeit und Einkommen. Die deutsche Bundesregierung schickt Berater, Material und Geld in das Krisengebiet: Außenminister Maas hat 46 Millionen Euro zugesagt (weitere Informationen im Internet über die Schlagworte „Bundesregierung“ und „Burkina Faso“).

 

Quelle - Sicherheitshinweise des französischen Außenministeriums

 

 

Politische Aussichten. 2020 steht die Wahl des neuen burkinischen Staatspräsidenten an. Der Amtsinhaber Roch Kaboré steht in der Kritik; in Presse und sozialen Netzwerken wird heftig diskutiert. Es ist zu hoffen, dass die Wahlen friedlich vonstatten gehen und keine Unruhen hervorrufen.