PE 7  - Erstellung von zwei Sekundarschulen (CEG) Tobou und Piela

Projekt-Status aktuell -  Bau des CEG Piela hat begonnen

(15.05.2020)

Nachdem die Einwohner des Städtchens Piela (vor allem die Eltern der Schülerinnen und Schüler) genügend Sand und Steine gesammelt hatten und die Zementsteine gefertigt waren, wurde mit dem Bau der Fundamente für das Schulgebäude (vier Klassenräume und ein Lehrerzimmer)  und dem Aushub für den ersten Latrinen-Block begonnen.

Die Auftragsvergabe an einen örtlichen Bauunternehmer war im April erfolgt. Sobald das Schulgebäude (voraussichtlich bis zum Herbst) fertig wird, können vorerst vier Klassen des CEG, das sind die Stufen 7-10 von dem überall verstreuten provisorischen Bauten und Hütten zurück umziehen an einen Schulstandort.

Bisher gab es nur eine einzige Latrine. Die notwendigen Hygiene soll jetzt durch den Bau weiterer Bauten gesteigert werden. 

Leider war die Bohrung nach Wasser negativ geblieben. Durch eine erneute Bohrung soll das Wasser für einen Tiefbrunnen gefördert werden.

 

Vorgesehen ist ein weiteres Klassengebäude und ein Gebäude für die Schulverwaltung, nebst der Ausstattung der Schule mit Schulbänken ("table-bancs", das ist eine Kombination aus einem Tisch und Stuhl). Dazu kommt noch die Installation einer Photopholaik-Anlage für die Beleuchtung der Klassen und des Administrationsgebäudes. Am Schluss soll der Schulhof mit Bäumen bepflanzt werden, ein sog. "Bosquet", ein "Hain", wie es das automatischen Übersetzungsprogramm ein wenig altmodisch wiedergibt. ;-) 

(Bilder von Mitte Mai 2020) 

Bau des CEG in Tobou - Kommune Bilanga im Rohbau fertig

(24.04.2020)

Förderverein Piela-Bilanga - Baustelle des CEG Tobou - Kommune Bilanga - im März 2020
Förderverein Piela-Bilanga - Baustelle des CEG Tobou - Kommune Bilanga - im März 2020
Förderverein Piela-Bilanga - Tiefbrunnen gebohrt - CEG Tobou - März 2020
Förderverein Piela-Bilanga - Tiefbrunnen gebohrt - CEG Tobou - März 2020

Der lang ersehnte Bau zweier Sekundarschulen in Piéla und Tobou hat im Oktober begonnen. Die beiden CEGs (Collèges d’Enseignement Général) werden mindestens 400 Schüler/innen der Klassen 7–10 aufnehmen.

Bisher werden die Kinder und Jugendlichen in Hirsestroh-Hütten unterrichtet, durch die der staubige Wind aus der Sahara zieht. In der Regenzeit ist an einen vernünftigen Unterricht gar nicht erst zu denken. Mit solchen Behelfsbauten versucht der burkinische Staat der Flut von Primarschulabsolventen Herr zu werden, die eine weiterführende Schule besuchen wollen. Unter solchen Bedingungen lässt die Qualität des Unterrichts jedoch sehr zu wünschen übrig. Entsprechend schlecht sind die Schulergebnisse. Auf 400 Schüler/innen kommt man rechnerisch bei einer angenommenen „Sollstärke“ von 40 Kindern je Schulkasse. So sehen es die internationalen Vorgaben vor, an denen sich das BMZ orientiert. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sich letztlich 600–800 Kinder und Jugendliche in die zehn Klassen der zwei Sekundarschulen zwängen werden. Eine Voraussetzung für die Bezuschussung durch das BMZ ist inzwischen die Umsetzung des sog. “Capacity Development”: die Entwicklung erforderlicher Kompetenzen, die zum erfolgreichen und nachhaltigen Bestand der geförderten Projekte beitragen sollen. Praktisch reden wir hier von Schulungen in den Bereichen Didaktik, Instandhaltung von Infrastruktur (Gebäude, Brunnen), Hygiene und Bevölkerungsentwicklung. Zielgruppen sind die Schüler/innen, Lehrer/innen, Eltern und Elternvertretungen. Z. B. soll jede/r Schüler/in im Rahmen einer Patenschaft einen Baum pflanzen, wässern und schützen. Unterstützt werden sie dabei von einem Gärtner, der auch den Unterricht mitgestaltet. Der Klimawandel und seine Auswirkungen sollen Teil des Schulstoffs werden. Auch die Mitarbeiter der APB erhalten Schulungen und Coachings im Bereich Projektmanagement. Organisatorisch und finanziell ist die Umsetzung dieser Maßnahmen durchaus herausfordernd: 16.000 Euro sind innerhalb des Finanzplans für die „Kompetenz-Entwicklung“ vorgesehen.

 

Die Entscheidung für die Anschaffung eines Geländewagens, den die hauptamtlichen APB-Mitarbeiter für ihre Wege zu und von den Baustellen nutzen dürfen, haben wir uns nicht leicht gemacht. Letztlich hat uns überzeugt, dass mehrere Personen und Material zu den Baustellen transportiert werden können und dass es sicherer, rückenschonender und wirtschaftlicher ist, als das regelmäßige Mieten von Leihautos. Nachdem auch das BMZ die Förderung bewilligt hatte, konnten wir zusammen mit der Hilfsorganisation Misereor einen Weg finden, einen fabrikneuen Toyota Hilux günstig zu erwerben und diesen zollfrei nach Burkina Faso zu importieren. Das Auto befindet sich auf dem Weg per Schiff nach Westafrika. An einer Nutzungsordnung und einer Dienstwagenregelung in den Arbeitsverträgen der Mitarbeiter arbeitet die APB gerade. Wie sich das Projekt „Geländewagen“ weiterentwickelt und ob es sich bewährt, werden wir berichten.

 

 

Die Antragstellung für das vorliegende Projekt war (einmal mehr) ein Kraftakt, sowohl für die APB, als auch für uns. Der erste Austausch dazu fand bereits im November 2018 in Piéla statt, und es dauerte fast ein ganzes Jahr, bis das Projekt in trockenen Tüchern war. Über längere Strecken (Januar bis Mai und zwei Wochen im Sommer) waren wir sogar fast ganztags beschäftigt. Der lang ersehnte Bau zweier Sekundarschulen in Piéla und Tobou hat im Oktober begonnen. Die beiden CEGs (Collèges d’Enseignement Général) werden mindestens 400 Schüler/innen der Klassen 7–10 aufnehmen.  Bisher werden die Kinder und Jugendlichen in Hirsestroh-Hütten unterrichtet, durch die der staubige Wind aus der Sahara zieht. In der Regenzeit ist an einen vernünftigen Unterricht.

(01.10.2019)

 

Das BMZ hat ein großes Schulbauprojekt im Umfang von 272.000 € genehmigt.

 

Den Bau von zwei CEGs (Sekundarschulen) für 600 Kinder in Piela und Tobou (Kommune Bilanga).

 

Der Eigenanteil des Fördervereins beträgt rund 67.500 € über bis Ende des Jahres 2021.

 

Umfang:

  • Vier Klassenräume und Lehrerzimmer
  • Zusätzlich zwei weitere Klassenräume in Piela
  • jeweils ein Tiefbrunnen
  • Latrinen für Schülerinnen, Schüler, Lehrer und Lehrerinnen getrennt
  • jeweils ein Gebäude für die Administration
  • Ausstattung mit Bänken, Tischen, Schränke, Schreibtische
  • Solarlicht für die Schule und das Administrationsgebäude
  • Bäume (Bosquet) zur Beschattung des Schulhofes
  • ein geländegängiges Auto zur Überwachung der Bauarbeiten 
  • Umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Kompetenzen der Lehrer, Schulungen zur Hyginen und Familienplanung, Verhinderung von Frühschwangerschaften
  • Auswirkungen des Klimawandels