7. Tag - 18.02.2018 - Sonntag(sruhe)

Gottesdienst in der Protestantischen Kirche in Piela
Gottesdienst in der Protestantischen Kirche in Piela

Heute am Sonntag geht es in den Gottesdienst. Da viele der afrikanischen Freunde der Protestantischen Kirche angehören, entscheide ich mich dafür.

Am nächsten Sonntag werde ich zu "meiner" Kirche gehen, der katholischen Kirche.

David, der ja auch Pastor ist, nimmt mich mit. Wir sind ein wenig zu spät dran, aber "ca va". Langsam füllt sich die Kirche. Ordner weisen den Platz zu, damit es gesittet zu geht. Der Gottesdienst hat schon begonnen, das heißt eine Gesangschor singt melodische Lieder.

David neben mir singt begeisternd mit und zeigt mir im Gesangsbuch den Text. Alle haben sich prächtig herausgeputzt. Frauen in ihren schönen Gewändern und Kopftüchern, oft auch  mit dem Baby auf dem Rücken. Ich erkenne eine gewisse Ordnung. Rechts der Block der Männer, links die Frauen und in der Mitte die Jungen. Vorne die Kleinen auf einer Matte.

Nach einer weiteren halben Stunde. der Kirchenraum ist jetzt bis auf den letzte Platz gefüllt, beginnt der eigentliche Gottesdienst. Jede Gruppe, der Jungen, der Mädchen, der kleinen Buben, der Mädchen und weiterer Gruppen singen ihre Lieder, tanzen dazu. Begleitet von eine Schlagzeuger oben auf dem Podest. Und ganz professionell eingestellt durch Mikrophone und Lautsprecher. Es ist eine Freunde. Mir geht durch den Kopf: die Zukunft der Kirchen liegt in Afrika.zuweilen naiven Glauben ... herrlich.

Dieser drückt sich aus durch Tanz und Gesang und einer unbändigen Freude.

Ich werde der Kirchengemeinde durch Josué vorgestellt. Wieder einmal ernte ich die Dankbarkeit durch das Klatschen und Applaudieren.

.... bei der langen Predigt, gehalten durch unseren Bekannten Dajheri Damolga, dem Leiter des Krankenhauses, schalte ich ab. Ist mir in französisch zu schwierig. Eine Stelle des neuen Testamentes wird interpretiert .... lange ... lange ... lange ... Nach weiteren Liedern endet nach zweieinhalb Stunden der Gottesdienst. Solange hätte ich es zuhause nicht ausgehalten.

 

Kleinkinder beim Gottesdienst in Piela
Kleinkinder beim Gottesdienst in Piela

Und danach geht es zum Frühschoppen.

Muss ich aber zuerst erklären. Ist wohl nicht so üblich. Es gibt wenige Gäste in der Wirtschaft des Kulturzentrums. Ich genieße ein Bier. Es ergibt sich ein gutes Gespräch mit David. Es geht um die Wasserversorgung von Piela und die Zukunft der Basisorganisationen.

"Zuhause" erwarten mich Spagetti, ganz unverhofft. Der Sonntag kann so weitergehen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Meli (Sonntag, 18 Februar 2018 21:05)

    War bestimmt ein sehr schöner Tag. Freut mich.

  • #2

    Peter (Montag, 19 Februar 2018 11:42)

    Hallo Erwin,

    da werden Erinnerungen an unsere Reise 2012 wach. Besonders das Goldgräberdorf verfolgt mich immer noch. Ich bewundere dein /bzw. euer Durchhaltevermögen und Engagement.
    Viel Erfolg und Freude an der Reise weiterhin
    Peter